Sprache ist das zentrale Mittel menschlicher Verständigung - sie formt unser Denken, ermöglicht sozialen Austausch und ist der Schlüssel zur Teilhabe an Lern- und anderen gesellschaftlichen Angeboten.
In der Pflege geht es nicht nur um medizinisch-pflegerische Handlungen, die auf eine möglichst barrierefreie Kommunikation angewiesen sind. Sondern immer auch um zwischenmenschliche Beziehungen. Eine einfühlsame und eindeutige Kommunikation ist entscheidend dafür, dass sich Pflegebedürftige verstanden und sicher fühlen können. Gleichzeitig ist Sprache das Mittel, um Bedürfnisse, Ängste, Schmerzen oder Wünsche auszudrücken - gerade bei Menschen, die sich aufgrund von Krankheit, Alter oder kognitiven Einschränkungen nur bedingt mitteilen können. Pflegekräfte müssen daher nicht zuletzt ihre Sprache den aktuellen Erfordernissen anpassen können.
Zudem ist Sprache unerlässlich für das Verstehen von Lerninhalten sowie die Zusammenarbeit im Pflegeteam und mit anderen Berufsgruppen. Missverständnisse können hier schwerwiegende Folgen für die Sicherheit der pflegebedürftigen Menschen haben.
Da Pflege ein sprachintensiver Beruf ist und Auszubildende mit Deutsch als Fremdsprache besondere sprachliche Herausforderungen zu bewältigen haben, bietet unsere Pflegeschule für alle Auszubildenden mit Bedarf einen ausbildungsbegleitenden Pflege-Deutschkurs an. Zudem hat sprachsensibles Lernen einen festen Bestandteil in den Lehr- und Lernsettings unserer Schule.